Jörn Schwarzburger, Andreas Raasch & Tom Hansen (v.l.)
Jörn Schwarzburger, Andreas Raasch & Tom Hansen (v.l.)

Independent Rock aus Köln.


3 Freunde und ein 74er Ford Granada machen sich auf, Deutschlands Clubs zu rocken.


Sie sind rotzig, riechen nach Schweiß und machen trotzdem wundervolle Pop-Musik.


Lieber dreckig als sauber, dafür aber mit viel Gefühl, der richtigen Haltung und Melodien, die einen umhauen – so lieben wir granada74. Live bebt der Dancefloor unter den Stiefeln der Mädchen und die Kerle mit den Bärten reißen ihre Arme hoch – angeheizt durch die treibenden Beats und der lauten Stromgitarre wird das Set abgefeiert bis der Schweiß von der Decke tropft.


Ihr mittlerweile drittes Album „Kontrollverlust“ kam im September 2013 in die Stores.
Die 13 neuen Songs sind sperrig und doch eingängig – granada74 hat einen eigenständigen Stil aus Alternative, Pop und Wave entwickelt, der sich wohltuend abhebt von der musikalischen Einheitssauce. Mal fett, mal schneidend, aber immer treibend, so klingt das neue Album.


Es geht um den Verlust der Kontrolle – in Liebe, Leben, Arbeit und Gesellschaft und den Wunsch, loslassen zu können, wie im Song „Leinen los“. Es gipfelt in einer Hymne auf das Selbstgespräch („Nummer“) und dem Wissen, dass man trotz allem auf den Punkt da sein wird, wenn es drauf ankommt („Comeback“). Zwischendurch haben wir Spaß in der „Disco“ und verlieben uns in unerreichbare Frauen („Julia“). Wir haben natürlich die Schnauze voll vom Turbokapitalismus („Dax-Republik“), aber kriegen den Arsch nicht hoch („Rebellion“). Aber am Ende ist alles egal, denn wir haben „Eigentlich längst“ verloren und es geht trotzdem weiter – eine treffende Zustandsbeschreibung der Generation 30+ im Jahr 2013.